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Ratgeber
30. Mai 2026
6 Min.

Shopify Payments Auszahlungen mit DATEV importieren

Shopify Payments zahlt Verkäufe gesammelt und abzüglich Gebühren aus. Auf dem Bankkonto steht deshalb ein Sammelbetrag, der zu keiner einzelnen Bestellung passt. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Auszahlungen als DATEV-Buchungsstapel aufbereiten, die Gebühren buchen und die Shopify-Rechnungen mit Reverse Charge erfassen.

Um Shopify Payments korrekt in DATEV zu importieren, wird der Export aus Shopify zunächst aufbereitet. Dabei sind vor allem die Zahlungsreferenzen, Gebühren und Nettoerlöse zu beachten. Nach der Konvertierung importieren Sie den Buchungsstapel in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen oder geben ihn an Ihre Kanzlei weiter. Prüfen Sie vor dem Import, ob Erlös- und Gebührenkonten richtig zugeordnet sind.

Schritt 1: Auszahlungen und Transaktionen exportieren

Im Shopify-Admin finden Sie die Auszahlungen im Bereich Finanzen bzw. Zahlungen. Exportieren Sie für den gewünschten Zeitraum die Auszahlungsübersicht und die zugehörigen Transaktionen als CSV-Datei. Achten Sie darauf, dass Bruttobeträge, Gebühren, Rückerstattungen und Nettobeträge je Transaktion enthalten sind.

Schritt 2: Den Sammelbetrag aufschlüsseln

Eine Auszahlung setzt sich aus den Verkäufen abzüglich Rückerstattungen, Gebühren und gegebenenfalls Rückbuchungen zusammen. Buchhalterisch laufen alle Bestandteile über ein Geldtransitkonto (SKR03 1360, SKR04 1460):

  • Verkäufe brutto auf die Erlöskonten, je nach Steuersatz und Lieferland
  • Rückerstattungen als Minderung der Erlöse zum ursprünglichen Steuersatz
  • Zahlungsgebühren als Nebenkosten des Geldverkehrs (SKR03 4970, SKR04 6855)
  • Der Bankeingang der Auszahlung gleicht das Geldtransitkonto aus

Passen alle Positionen, steht das Geldtransitkonto nach jeder Auszahlung auf null. Ein Rest zeigt eine fehlende oder doppelte Transaktion.

Shopify-Gebühren und Reverse Charge (§ 13b UStG)

Die Shopify-Rechnungen für Abo, Apps und weitere Plattformgebühren stellt bei Händlern in der EU in der Regel die Shopify International Limited in Irland aus. Für ein Unternehmen in Deutschland mit USt-IdNr. enthält die Rechnung keine deutsche Umsatzsteuer: Die Steuer schuldet nach § 13b UStG der Leistungsempfänger, also Sie. Bei vollem Vorsteuerabzug stehen sich Umsatzsteuer und Vorsteuer in gleicher Höhe gegenüber.

  • In DATEV wird dafür häufig das Automatikkonto für sonstige Leistungen eines im anderen EU-Land ansässigen Unternehmers mit 19 % Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer genutzt (SKR03 3123, SKR04 5923).
  • In der Umsatzsteuer-Voranmeldung erscheinen Bemessungsgrundlage und Steuer in den Kennzahlen 46 und 47, die Vorsteuer in Kennzahl 67.
  • Auch Kleinunternehmer schulden die Steuer nach § 13b UStG, können sie aber nicht als Vorsteuer abziehen.

Die Gebühren von Shopify Payments für die Zahlungsabwicklung zieht Shopify direkt von der Auszahlung ab. Wie diese Gebühren umsatzsteuerlich einzuordnen sind, ergibt sich aus der Gebührenübersicht bzw. Rechnung. Legen Sie die Behandlung einmal mit Ihrer Kanzlei fest und buchen Sie sie jeden Monat gleich.

Schritt 3: Buchungsstapel prüfen und importieren

Prüfen Sie vor dem Import, ob die Summe jeder Auszahlung dem Bankeingang entspricht, ob alle Rückerstattungen enthalten sind und ob der Zeitraum des Stapels im richtigen Wirtschaftsjahr liegt. Danach importieren Sie den Buchungsstapel im DATEV-Format. Bestellungen, die über Stripe oder PayPal bezahlt wurden, erscheinen nicht in der Shopify-Auszahlung; diese verarbeiten Sie mit dem Export des jeweiligen Zahlungsanbieters.

Häufige Fragen

Wie exportiere ich die Shopify-Payments-Auszahlungen?+

Im Shopify-Admin unter Finanzen bzw. Zahlungen öffnen Sie die Auszahlungen und exportieren die Übersicht und die Transaktionen für den gewünschten Zeitraum als CSV. Achten Sie darauf, dass Bruttobeträge, Gebühren und Nettobeträge enthalten sind.

Wie schlüssele ich den Sammelbetrag einer Auszahlung auf?+

Über ein Geldtransitkonto (SKR03 1360, SKR04 1460): Verkäufe brutto auf die Erlöskonten, Gebühren auf die Nebenkosten des Geldverkehrs, Rückerstattungen als Erlösminderung. Der Bankeingang gleicht das Geldtransitkonto aus.

Welche Konten nutze ich für Gebühren und Erlöse?+

Typisch sind die Erlöskonten nach Steuersatz und Lieferland und die Nebenkosten des Geldverkehrs für Zahlungsgebühren (SKR03 4970, SKR04 6855). Die finale Kontierung hängt von Ihrem Kontenrahmen und Geschäftsmodell ab; klären Sie sie mit Ihrer Kanzlei.

Muss ich auf Shopify-Rechnungen Reverse Charge buchen?+

Die Rechnungen für Abo, Apps und Plattformgebühren kommen in der Regel von der Shopify International Limited aus Irland. Für Unternehmen in Deutschland mit USt-IdNr. gilt § 13b UStG: Sie schulden die Umsatzsteuer und können sie bei Vorsteuerabzug als Vorsteuer geltend machen, in DATEV etwa über SKR03 3123 bzw. SKR04 5923.

Gilt das Reverse-Charge-Verfahren auch für Kleinunternehmer?+

Ja. Auch Kleinunternehmer schulden die Steuer nach § 13b UStG und melden sie in der Umsatzsteuer-Voranmeldung, können sie aber nicht als Vorsteuer abziehen.

Was ist mit Zahlungen über Stripe oder PayPal im Shop?+

Diese Zahlungen laufen nicht über die Shopify-Payments-Auszahlung. Verarbeiten Sie sie mit dem Export des jeweiligen Zahlungsanbieters, ebenfalls über ein eigenes Geldtransitkonto.

Wie importiere ich den Buchungsstapel in DATEV?+

Importieren Sie die Datei im DATEV-Format in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen oder geben Sie sie an Ihre Kanzlei weiter. Prüfen Sie vorher Berater- und Mandantennummer, den Zeitraum und die Summen je Auszahlung.

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Laden Sie Ihre Datei hoch und prüfen Sie die Vorschau, bevor Sie den DATEV-Buchungsstapel herunterladen.

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