HypoVereinsbank-Kontoauszug abrufen und digital verarbeiten
Die HypoVereinsbank stellt Kontoauszüge im digitalen Postfach des Online Banking und der App bereit. Damit sie dort ankommen, aktivieren Sie den Online-Kontoauszug je Konto. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie HVB-Kontoauszüge abrufen, als PDF sichern, ältere Auszüge nachbestellen und die Umsätze für DATEV oder Ihre Kanzlei aufbereiten.
Online-Kontoauszug aktivieren
Das digitale Postfach steht mit der Anmeldung zum HVB Online Banking zur Verfügung. Für Kontoauszüge braucht die HVB aber Ihre gesonderte Erlaubnis: Sie aktivieren den Online-Kontoauszug im Online Banking je Konto und wählen, wie oft er zugestellt wird. Für Depot-Dokumente stimmen Sie zusätzlich der „Vereinbarung für Finanzdienstleistungen“ zu.
Wichtig: Die HVB stellt Dokumente erst ab der Aktivierung digital bereit, rückwirkend geht das nicht. Über neue Dokumente informiert die Bank per E-Mail; dafür muss eine E-Mail-Adresse hinterlegt sein. Die Dokumente gelten als zugestellt, sobald sie im Postfach bereitstehen. Prüfen Sie das Postfach deshalb regelmäßig, ähnlich wie einen Briefkasten.
Zugriff für Mitinhaber, Bevollmächtigte und die Kanzlei
Mitkontoinhaber und Bevollmächtigte brauchen einen eigenen Zugang zum HVB Online Banking. Dann sehen auch sie die Dokumente, sofern das Postfach mit Online-Kontoauszug aktiviert ist. Ihre Kanzlei erhält die Auszüge auf diesem Weg nicht: Laden Sie die Dateien herunter und geben Sie sie weiter, oder lassen Sie die Kanzlei die Umsätze über den DATEV Bankdatenservice abrufen.
Kontoauszüge abrufen und als PDF speichern
Im Online Banking und in der HVB Mobile Banking App öffnen Sie das Postfach. Standardmäßig sehen Sie die Dokumente der letzten drei Monate; ältere Auszüge finden Sie über Suche und Filter. Jedes Dokument können Sie als PDF herunterladen und lokal speichern.
Wie lange die Auszüge online bleiben
Die HVB speichert Bankdokumente im Postfach in der Regel bis zu zehn Jahre. Das genaue Ablaufdatum steht in der Spalte „Abrufbar bis“. Lösen Sie ein Konto auf, sind dessen Auszüge im Postfach nicht mehr abrufbar; beenden Sie den Online-Banking-Zugang ganz, betrifft das alle Dokumente. Laden Sie die Auszüge deshalb vorher herunter.
Ältere Kontoauszüge nachbestellen
Fehlende Auszüge zum Girokonto beauftragen Sie im HVB Online Banking: einzelne Auszugsnummern, ein Kalenderjahr oder einen Zeitraum. Die Duplikate kommen per Post, an Ihre Kontoadresse oder eine andere Anschrift, in der Regel innerhalb einer Woche. Die Nacherstellung kostet Gebühren und ist höchstens zehn Jahre rückwirkend möglich.
Richtig archivieren
Kontoauszüge, die als Buchungsbelege dienen, müssen nach § 147 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 3 AO acht Jahre aufbewahrt werden. Speichern Sie die PDF-Dateien unverändert und mit einer klaren Ablage nach Konto und Monat, etwa „HVB-Giro_2026-03.pdf“. Verlassen Sie sich nicht allein auf das Postfach der Bank.
PDF oder Datei: was wofür?
Das PDF des Kontoauszugs ist der Beleg, den Sie aufbewahren. Für die Buchung brauchen Sie die Umsätze dagegen als Datensätze, also jede Zeile mit Datum, Betrag, Gegenpartei und Verwendungszweck. Ein PDF muss dafür erst ausgelesen werden, eine CSV-, MT940- oder camt-Datei liefert diese Felder direkt. Bewahren Sie deshalb beides auf: das PDF als Beleg und die Datei als Grundlage für den Import.
HVB-Umsätze für DATEV aufbereiten
Drei Wege sind üblich:
- DATEV Bankdatenservice: Ihre Kanzlei ruft die Kontoumsätze über das DATEV-Rechenzentrum ab, per Service-Rechenzentrumsverfahren, EBICS oder PIN/TAN. Daraus erzeugt DATEV Buchungsvorschläge.
- Firmenkunden mit EBICS: Die HVB stellt elektronische Auszüge als camt.053 bereit. MT940 gibt es laut UniCredit nur noch nach individueller Vereinbarung, mindestens bis November 2026. Hintergrund: MT940-Format und Nachfolger camt.053.
- Datei-Weg mit KonverterPro: Sie laden die Umsätze hoch und erhalten einen DATEV-Buchungsstapel für die Kanzlei, siehe HVB-Kontoauszüge zu DATEV. Am zuverlässigsten ist eine strukturierte Datei wie CSV, MT940 oder camt.053. Für PDF-Auszüge der HVB hat KonverterPro keine eigene Layout-Vorlage; sie lassen sich derzeit nur als Entwurf zur Prüfung exportieren, nicht als fertiger Buchungsstapel.
Für Lexware Office gibt es einen eigenen Weg: Umsätze per CSV in Lexware Office importieren.
Beispiel: ein HVB-Umsatz als Buchungssatz
Beispiel mit erfundenen Zahlen: Am 15.03. steht auf dem Girokonto eine Lastschrift über 59,50 EUR für die Telefonrechnung März (RE-2026-0315, mit 19 % Umsatzsteuer). Als Buchungssatz im SKR03 (SKR04 in Klammern):
- Umsatz 59,50, Soll/Haben-Kennzeichen S, Konto 4920 (6805) „Telefon“, Gegenkonto 1200 (1800) Bank, BU-Schlüssel 9 (19 % Vorsteuer), Belegdatum 1503, Belegfeld 1 RE-2026-0315, Buchungstext „Telefon März“.
Weil 4920 (6805) kein Automatikkonto ist, sorgt der BU-Schlüssel 9 dafür, dass DATEV die Vorsteuer herausrechnet. Sie buchen also den vollen Betrag von 59,50 EUR; DATEV teilt ihn in 50,00 EUR Aufwand und 9,50 EUR Vorsteuer auf.
Häufige Fragen
Wie lange sind HVB-Kontoauszüge online abrufbar?+
In der Regel bis zu zehn Jahre. Das genaue Datum zeigt die Spalte „Abrufbar bis“ im Postfach. Nach der Auflösung eines Kontos sind dessen Auszüge dort nicht mehr verfügbar.
Kann ich ältere HVB-Kontoauszüge nachbestellen?+
Ja, im HVB Online Banking: nach Auszugsnummer, Kalenderjahr oder Zeitraum. Die Duplikate kommen per Post, kosten Gebühren und sind höchstens zehn Jahre rückwirkend möglich.
Warum sehe ich keine Kontoauszüge im Postfach?+
Der Online-Kontoauszug muss je Konto aktiviert sein und gilt erst ab der Aktivierung. Außerdem zeigt das Postfach standardmäßig nur die letzten drei Monate; ältere Dokumente finden Sie über Suche und Filter.
Kann meine Kanzlei die HVB-Umsätze direkt in DATEV abrufen?+
Das geht über den DATEV Bankdatenservice, der Kontoumsätze per Service-Rechenzentrumsverfahren, EBICS oder PIN/TAN abholt. Welches Verfahren für Ihr Konto passt, klärt die Kanzlei bei der Einrichtung. Ohne Bankabruf bleibt der Weg über eine Datei.
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Laden Sie Ihre Datei hoch und prüfen Sie die Vorschau, bevor Sie den DATEV-Buchungsstapel herunterladen.